Prozess um Gewalt gegen Mieter und Drohung mit Großfamilie vertagt
Gegen drei Männer, die Mieter einer Werkstatt drangsaliert
Gegen drei Männer, die Mieter einer Werkstatt in Berlin-Britz drangsaliert und ihnen mit einer stadtbekannten arabischstämmigen Großfamilie gedroht haben sollen, hat der Prozess vor dem Landgericht begonnen. Die 38- bis 58-Jährigen sollen versucht haben, die Herausgabe der Immobilie zu erpressen. Den Geschädigten hätten sie im Februar 2017 damit gedroht, dass sie Angehörige eines Clans seien und die «Macht von Berlin» darstellten. Weil ein vierter Angeklagter zu Prozessbeginn am Montag fehlte, wurde die Verhandlung vor Verlesung der Anklage vertagt.
Der wegen Beihilfe mitangeklagte 71-Jährige, der Vermieter des Gewerbegrundstücks gewesen sein soll, hatte zwei ärztliche Atteste eingereicht. In einem wurde ihm derzeitige Verhandlungsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen bescheinigt. Weil die Richter Zweifel hatten, ordneten sie eine amtsärztliche Untersuchung an. Am zweiten Prozesstag, voraussichtlich am 8. Mai, soll ein Ergebnis vorliegen.
Zwei der Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. Sie sollen als Angehörige einer polizeibekannten Großfamilie aufgetreten sein. Im Sommer 2018 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft 77 Immobilien, die dem Clan zugeordnet werden.
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