Prozess um Landesgrundstücke: Urteil erwartet
Im Prozess um Untreue-Vorwürfe gegen fünf ehemalige Mitarbeiter der Brandenburgischen Boden
Potsdam - Im Prozess um Untreue-Vorwürfe gegen fünf ehemalige Mitarbeiter der Brandenburgischen Boden Gesellschaft (BBG) will das Landgericht Potsdam am Freitag (11.00 Uhr) ein Urteil verkünden. Drei ehemalige Geschäftsführer sowie eine Prokuristin und eine Sachbearbeiterin sollen zwei Grundstücke unter Wert verkauft und so dem Land Brandenburg einen Schaden von rund drei Millionen Euro zugefügt haben. Die BBG war laut Anklage verpflichtet, ehemalige Militärflächen für das Land Brandenburg zu verwalten und zu verwerten.
Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hatte gegen einen 58 Jahre alten ehemaligen Geschäftsführer drei Jahre Haft beantragt, von denen sechs Monate bereits wegen überlanger Verfahrensdauer als vollstreckt erklärt werden sollen. Für die beiden anderen Geschäftsführer und die Prokuristin forderte die Anklage jeweils ein Jahr auf Bewährung sowie eine Geldauflage von 25 000 Euro. Für die Sachbearbeiterin plädierte sie auf eine Geldstrafe von 20 000 Euro.
Die Verteidiger hatten in ihren Plädoyers beantragt, die Angeklagten freizusprechen. Die Angeklagten hatten zu Prozessbeginn mitgeteilt, dass sie die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft abstreiten.
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