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Prozess von überfallenem Ehepaar eröffnet

Ehepaar in ihrer Wohnung geknebelt, gefesselt und mit einer Pistole bedroht

Nach einem Überfall auf ein Senioren-Ehepaar in Berlin-Reinickendorf vor einem Jahr steht einer der mutmaßlichen Räuber vor dem Landgericht. Der 21-Jährige und ein Mittäter sollen die 75 und 78 Jahre alten Opfer in ihrer Wohnung geknebelt, gefesselt und mit einer Pistole bedroht haben. Die Täter hätten unter anderem Bargeld, Münzen und Schmuck im Wert von insgesamt rund 18 000 Euro erbeutet, heißt es heute zum Prozessbeginn. Der 21-Jährige schwieg zunächst. Der Anwalt erklärte, sein Mandant werde möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt aussagen. Der 21-Jährige und der bislang unbekannte Komplize sollen von einem Nachbarn der Geschädigten über deren Gewohnheiten und deren Besitz von Wertgegenständen informiert worden sein. Am Abend des 19. August 2018 hätten die maskierten Männer zunächst den 78-Jährigen im Keller seiner Wohnung mit einer Pistole bedroht und die Herausgabe von Geld gefordert, heißt es in der Anklage. «Dann klebte einer der Täter dem Geschädigten Panzertape über den Mund und fesselte dessen Hände mit Kabelbindern.» Anschließend hätten sie ihn in seine Wohnung gedrängt. Dort sei auch die 75-jährige Frau geknebelt und gefesselt worden.
Die Täter waren zunächst unerkannt entkommen. Monate später habe eine an dem Panzerklebeband entdeckte DNA-Spur zu dem 21-Jährigen geführt, hieß es im Prozess. Er sei wegen einer anderen mutmaßlichen Straftat bei der Polizei bekannt gewesen. Seit vier Monaten befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft. Für den zweiten Prozesstag am 20. August ist unter anderem die Befragung des Rentner-Ehepaares geplant. 

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