Razzien wegen Schleuserkriminalität in mehreren Bundesländern
Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche vietnamesische Schleuser hat die Bundespolizei
Berlin - Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche vietnamesische Schleuser hat die Bundespolizei am Dienstag mehr als 30 Objekte in sieben Bundesländern durchsucht. Schwerpunkt der Razzien war Berlin, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Insgesamt waren rund 700 Bundespolizeibeamte im Einsatz.
In der Bundeshauptstadt wurden Wohnungen, Kosmetikstudios und Restaurants in Kreuzberg, Friedrichshain und Lichtenberg durchsucht. In den übrigen Bundesländern habe man zudem «Anlaufstellen» der Schleuserbande durchsucht.
Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte. In Berlin wurden den Angaben zufolge fünf Haftbefehle vollstreckt. Die dortige Staatsanwaltschaft führe das Ermittlungsverfahren seit Juni 2019, hieß es. Mindestens 155 Vietnamesen sollen von der Bande über den Landweg nach Deutschland eingeschleust worden sein.
Für die meisten der Geschleusten war Berlin laut Bundespolizei nur Zwischenstation, bevor sie danach ins europäische Ausland wie etwa Frankreich oder Großbritannien weitertransportiert wurden. Die Schleuser kassieren pro Schleusung zwischen 5000 und 20000 US-Dollar von ihren Landsleuten, wie der Sprecher der Bundespolizei sagte.
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