S-Bahn ist noch nicht so pünktlich wie sie sein sollte
Berlin - Die Berliner S-Bahn lässt ihre Fahrgäste noch immer häufig warten. Jeder zwanzigste Zug fuhr vier oder mehr Minuten zu spät, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Darunter wertet die S-Bahn Züge als pünktlich. Damit stieg zwar die Pünktlichkeitsquote von 94,3 Prozent im Vorjahr auf 95 Prozent. Das selbst gesteckte Ziel von 96 Prozent wurde aber verfehlt. Dieses Jahr lagen die Züge bislang aber darüber, wie S-Bahn-Chef Peter Buchner betonte. «Basis für mehr Fahrgäste ist die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit.» Das kürzlich vorgestellte Qualitätsprogramm bringe erste Ergebnisse.
Gewachsen sind unterdessen die Fahrgastzahlen. Die erste umfassende Zählung seit sechs Jahren ergab 478 Millionen Kundenfahrten im Jahr 2018. Das waren 21 Prozent mehr als 2012. Wesentlicher Grund dafür seien der Zuzug nach Berlin und die wachsende Zahl der Erwerbstätigen.
Man habe die Fahrgastzahlen in den vergangenen Jahren unterschätzt, sagte Buchner. Die Züge fuhren auch nicht entsprechend häufiger; das Angebot wuchs seit 2012 um zwölf Prozent. Besonders auf dem östlichen Teil der Ost-West-Strecke Stadtbahn und des Rings wird es demnach voller in den Zügen. Am meisten los ist an den Bahnhöfen Ostkreuz und Friedrichstraße.
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