Schlachthof in Neuruppin gibt nach Tierquälerei-Vorwürfen Betrieb auf
Ein Neuruppiner Schlachthof hat nach Vorwürfen wegen Tierquälerei seinen Betrieb eingestellt
Ein Neuruppiner Schlachthof hat nach Vorwürfen wegen Tierquälerei seinen Betrieb eingestellt.
Das Deutsche Tierschutzbüro hatte im Oktober nach eigenen Angaben dem Veterinäramt und der Staatsanwaltschaft heimlich erstellte Videoaufnahmen vorgelegt und das Unternehmen kurz darauf angezeigt. Das Bildmaterial zeigt, wie Schweine vor der Schlachtung gequält werden. Nach Angaben des Tierschutzbüros erfolgten die Betäubungen nicht sachgemäß. Der Betrieb belieferte auch Bio-Supermärkte.
Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen den Betrieb wegen Tierquälerei. Das Unternehmen selbst habe inzwischen Anzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gegen zwei seiner Mitarbeiter gestellt, sagte Staatsanwältin Martina Baum. Die Ermittlungen müssten nun zeigen, ob die Handlungen von oben geduldet oder sogar angeordnet worden seien oder es sich um Exzesse von einzelnen Mitarbeitern handelte, so Baum.
«Wir begrüßen diesen Schritt und freuen uns sehr, dass in dem Skandal-Schlachthof keine Tiere mehr gequält werden», sagte Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. «Jetzt müssen die Täter hart bestraft werden, Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben.» Der Betrieb selbst war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
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