Schlichter geschlagen und getreten: Jugendstrafe verhängt
Für eine brutale Attacke gegen einen Passanten, der einen Streit schlichten wollte, ist ein 20-Jähriger
Berlin – Für eine brutale Attacke gegen einen Passanten, der einen Streit schlichten wollte, ist ein 20-Jähriger zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten mit sogenannter Vorbewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den geständigen Angeklagten am Mittwoch der Körperverletzung schuldig. Das 36-jährige Opfer sei durch zwei wuchtige Faustschläge und einen Tritt verletzt worden, hieß es im Urteil. Der Passant hatte bei der Attacke im September 2018 im Stadtteil Prenzlauer Berg unter anderem einen Nasenbeinbruch und eine Gesichtsprellung erlitten.
Der 20-Jährige hatte erklärt, er und seine Freundin seien während eines Spaziergangs in einen Streit geraten. Ein ihm fremder Mann habe ihn angesprochen. «Ich sagte, dass alles in Ordnung ist», so der seit Ende 2018 arbeitssuchende Angeklagte. Als sich der Passant näherte und sie Kopf an Kopf gestanden hätte, habe er zugeschlagen. «Ich gab ihm dann noch einen Tritt, ich habe total überreagiert.» Das Urteil entsprach der Forderung der Staatsanwältin. Die Verteidigerin hatte keinen konkreten Antrag gestellt.
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