Schulleiterin: Normaler Unterricht nur ohne Abstand möglich
Regulärer Schulunterricht ist nach Ansicht von Schulleitern nur ohne
Berlin - Regulärer Schulunterricht ist nach Ansicht von Schulleitern nur ohne coronabedingte Abstandsregel möglich. «Die Abstandsregel bei Hunderten von Schülern geht nicht», sagte Astrid-Sabine Busse, Vorsitzende des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS), am Dienstag in der RBB-Abendschau. Zuvor hatte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) das Ziel formuliert, den Vollbetrieb nach den Sommerferien wieder für alle Schularten und Jahrgangsstufen zu starten. «Das ist nur möglich, wenn wir die 1,5-Meter-Regel fallen lassen», sagte sie.
Damit müssten Klassen künftig nicht mehr in zwei oder drei Gruppen geteilt werden, um den bisher vorgeschriebenen Abstand einhalten zu können. Voraussetzung für die Vorhaben ist Scheeres zufolge, dass die Infektionen auf niedrigem Niveau bleiben.
Von übermäßiger Angst der Lehrer vor einer Infektion wisse sie nichts, sagte Busse. Im Gegenteil freuten sich die Kollegen bereits auf den Regelbetrieb. «Die Seele der Schule fehlt in diesen Corona-Zeiten.»
Doch auch, wenn es am 10. August in den Klassenräumen weitergeht: Nicht alles, was eigentlich auf dem Lehrplan stand, könne aufgeholt werden, sagte Busse. «Man wird sich bemühen und muss gucken, was lasse ich weg, wo muss ich nochmal vertiefen den Stoff.» Die Klassenarbeiten aus dem laufenden Schuljahr, die sie bisher gesehen habe, seien «gar nicht so schlecht ausgefallen», sagte die Leiterin einer Neuköllner Grundschule. Eltern und Schüler hätten sich sehr bemüht. «Aber man wird nie alle Lücken schließen können. Dieses Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr.»
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