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Seehofer trifft Hinterbliebene des Weihnachtsmarkt-Terroranschlags

 

Berlin - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) trifft an diesem Donnerstag Menschen, die bei dem Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz Angehörige verloren haben. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, Seehofer habe die Opfer und Hinterbliebenen zu einem Gespräch eingeladen, um ihnen Gelegenheit zu geben, Fragen zur laufenden Aufklärung des Anschlags zu stellen. Die Veranstaltung ist nur für Angehörige und Opfer gedacht. Eine Berichterstattung durch die Presse ist nicht erwünscht.

Der abgelehnte Asylbewerber Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 in Berlin einen Lastwagen gekapert. Der tunesische Islamist tötete den polnischen Fahrer und raste mit dem Fahrzeug quer über den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz, wo weitere elf Menschen starben. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt.

Opfer und Hinterbliebene haben mehrfach ihre Unzufriedenheit mit der bisherigen Aufklärungsarbeit des Untersuchungsausschusses des Bundestages zu dem Anschlag ausgedrückt. «Zusammenfassend sind wir über den bisherigen Verlauf des Untersuchungsausschusses frustriert», hieß es in ihrem letzten Schreiben. Sie wollten wissen, wer für das «staatliche Versagen» die Verantwortung übernehme.

Der Untersuchungsausschuss soll mögliche Behördenfehler rund um den Anschlag aufklären. Die Frage, wie gefährlich Amri war und ob er womöglich abgeschoben werden hätte könne, war vor dem Anschlag mehrfach im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern erörtert worden.



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