Sehbehindertenverband: Mehr Beratungen in Corona-Zeit
Blinde und sehbehinderte Menschen brauchen in Zeiten von Corona mehr Hilfe
Cottbus/Brandenburg (Havel) - Blinde und sehbehinderte Menschen brauchen in Zeiten von Corona mehr Hilfe. Bis Juni dieses Jahres seien 418 blinde und sehbehinderten Menschen in den beiden Beratungsstellen des Verbandes in Cottbus und Brandenburg/Havel beraten worden, hieß es vom Blinden- und Sehbehindertenverband Brandenburg. Im ersten Halbjahr 2019 waren es demnach nur 297 Beratungen. Eine Sehbehinderung hatten den Angaben zufolge etwa zwei Drittel der Hilfesuchenden - sowohl 2019 als auch in diesem Jahr. «Die Menschen haben Angst, sie fühlen sich allein gelassen», sagte der Geschäftsstellenleiter des Verbandes und Leiter der Beratungsstellen, Joachim Haar.
Anlässlich des Sehbehindertentages am 6. Juni teilte Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit: «Die Corona-Krise hat wie in einem Brennglas gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen gleichermaßen Zugang zu Informationen haben, ob im Internet oder im öffentlichen Raum. Was wir dabei an barrierefreier Kommunikation gelernt haben, müssen wir beibehalten und ausbauen.»
Als sehbehindert gilt, wer weniger als 30 Prozent sieht. Blind ist, wer weniger als zwei Prozent sieht.
Nachricht teilen
… ich on air!