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Senior nach 100 000 Euro gefragt - Enkeltrick-Betrug vereitelt

 

Berlin - Dass ein 93-Jähriger eine größere Summe abheben will, macht stutzig: Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin hat in Berlin das Gelingen eines sogenannten Enkeltricks verhindert. Die Frau ahnte, dass der Bankkunde Opfer von Betrügern war und rief die Polizei. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, fingierten die Beamten daraufhin eine Geldübergabe und nahmen dabei eine 32-Jährige in Karlshorst fest. Die zuvor schon wegen Betruges aufgefallene Tatverdächtige sollte am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Zunächst soll ein Komplize den 93-Jährigen telefonisch nach 100 000 Euro gefragt haben - dabei gab er sich als dessen Sohn aus. Der Senior gab zwar an, so viel Geld nicht zu haben, ging aber zum Abheben zur Bank. Um welche Summe es dabei genau ging, konnte eine Polizeisprecherin auf Anfrage nicht sagen - aber die Summe war offenbar groß genug, dass die Bankmitarbeiterin Verdacht schöpfte.

Die Polizei warnt seit langem vor dem Enkeltrick und ähnlichen Betrugsversuchen an älteren Menschen. Dabei geben sich Kriminelle am Telefon zum Beispiel als Verwandte aus. Senioren werden gebeten, größere Geldsummen zu besorgen und diese auszuhändigen. Manchmal spielen die Betrüger den Opfern auch vor, Polizisten zu sein.

Damit Warnungen nicht wieder in Vergessenheit geraten, sei es ratsam, wenn jüngere Verwandte bei ihren Angehörigen zum Beispiel einen Ausdruck mit dem Hinweis zu den Betrugsmaschen oder zum Aussehen von Original-Polizeiausweisen an die Tür pinnen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch auf der Polizeiwebseite gebe es viele Informationen, durch man gemeinsam mit den Senioren stöbern könne.



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