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Software in neuen Zügen soll bei Krawallen in Abteil Alarm schlagen

Neue Züge auf der Strecke zwischen Magdeburg und

Brandenburg an der Havel - Neue Züge auf der Strecke zwischen Magdeburg und Cottbus sollen künftig per Software bei Krawallen in Bahnabteilen Alarm schlagen. Das sogenannte «Fahrgastsicherungssystem» komme in den 29 neuen Regionalzügen zum Einsatz, die ab Dezember für die Ostdeutsche Eisenbahn Gesellschaft (Odeg) auf der Strecke unterwegs sein sollen, sagte eine Odeg-Sprecherin am Donnerstag bei einer Präsentation des neuen Zugtyps in Brandenburg an der Havel. Die Züge sollen auf den Strecken der Linien RE 1 und RB 17/18 fahren und Magdeburg über Berlin und Frankfurt (Oder) mit Cottbus verbinden.

Die vom Fahrzeughersteller Siemens entwickelte Software laufe über die Videoüberwachung in den Zügen, erklärte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag. Algorithmen erkennen in den Aufnahmen demnach etwa schnelle oder ruckartige Bewegungen. Deuten sie auf Angriffe oder Auseinandersetzungen hin, leitet das Programm ein Signal an den Lokführer weiter.

Dieser könne dann entscheiden, ob er eine Durchsage im Zug macht, Mitarbeiter informiert oder die Bundespolizei alarmiert. Der Einsatz dieser Software ist laut Angaben des Unternehmens eine «weltweite Premiere».

Nach der Neuvergabe im Netz Elbe-Spree wird die Odeg ab Dezember 2022 den Betrieb auf der Linie RE 1 von Magdeburg über Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder) nach Cottbus von der Deutschen Bahn übernehmen. Die Strecke gilt als am stärksten genutzte Schienenverkehrsverbindung in Brandenburg. Am Donnerstag wurde dafür der Verkehrsvertrag unterzeichnet.

Die neuen Züge sollen länger sein, mehr Platz für Pendler bieten und enger getaktet fahren. Damit wolle man «das Angebot von Auto in Richtung Schiene bewegen und eben auch Verkehrswende möglich machen», sagte Meike Niedbal, Staatssekretärin für Mobilität des Landes Berlin am Donnerstag.

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