Sorge um ungeordneten Brexit auch in Brandenburg
Potsdam - Politik und Wirtschaft in Brandenburg blicken mit Sorge auf mögliche Brexit-Folgen. Die Entwicklung in Großbritannien zeigt nach Ansicht von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zu welchem Chaos populistische Debatten führen können. «Das sollte allen eine Lehre sein», sagte Woidke am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Jetzt müsse auf britischer und europäischer Ebene alles dafür getan werden, dass es nicht zu einem ungeregelten Brexit komme. Das britische Parlament hatte am Dienstagabend das Brexit-Abkommen abgelehnt.
Für die Unternehmen würde ein ungeregelter Austritt der Briten aus der EU eine echte Bedrohung darstellen, betonte Burkhardt Greiff, Präsident des Unternehmerverbandes Brandenburg- Berlin, in einer Mitteilung. Kritisch werden mögliche Kostensteigerungen gesehen. Zudem werden für Unternehmen, die nach Großbritannien exportieren, weitere bürokratische Hindernisse befürchtet, wie Zoll und Warteschlangen an den Grenzen.
«Ungeordneter Brexit ist für uns alle schlecht», warnte Europaminister Stefan Ludwig (Linke) in einer Mitteilung. Auch wegen der gravierenden wirtschaftlichen Folgen für alle Beteiligten müsse alles getan werden, um diesen zu vermeiden.
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