Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Lunapharm-Geschäftsführerin
Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat gegen die Geschäftsführerin des Brandenburger Pharma-Unternehmens
Potsdam - Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat gegen die Geschäftsführerin des Brandenburger Pharma-Unternehmens Lunapharm Anklage wegen des gewerbsmäßigen Handels mit gefälschten Arzneimitteln erhoben. Mitangeklagt seien ein deutscher Betreiber einer Apotheke in Griechenland und ein weiterer Beschuldigter wegen Beihilfe, teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Mittwoch mit. Hintergrund seien falsche Angaben zu dem Vertriebsweg von Arzneimitteln, so die Anklage. Laut Gesetz würden diese Medikamente als gefälscht gewertet. Vor mehreren Tagen hatten die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» darüber berichtet, die Staatsanwaltschaft hatte es zunächst jedoch nicht bestätigt.
Der Skandal um illegalen Handel mit Krebsmedikamenten war nach einem Bericht des ARD-Magazins «Kontraste» im Juli 2018 hochgekocht. Die damalige Landesgesundheitsministerin Diana Golze (Linke) hatte im August 2018 zurücktreten müssen, weil das Landesgesundheitsamt angeblich trotz frühzeitiger Hinweise auf einen illegalen Handel nicht eingeschritten sein soll. Die Arzneimittelaufsicht wurde inzwischen personell aufgestockt.
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