Tod einer Rentnerin: Gericht will ein Urteil verkünden
Fast dreieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin soll der
Cottbus - Fast dreieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin soll der Prozess am Landgericht Cottbus gegen einen jungen Angeklagten zu Ende gehen. Am Montag (9.30 Uhr) will die Kammer ein Urteil sprechen, wie das Gericht mitteilte. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte wegen Mordes und Raub mit Todesfolge zehn Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hatte dafür plädiert, den Angeklagten freizusprechen. Das Urteil soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit verkündet werden, da der Angeklagte zur Tatzeit 17 Jahre alt und damit minderjährig war.
Im Dezember 2016 soll der syrische Flüchtling die 82-Jährige getötet und anschließend beraubt haben. Mehrere Zeugen und Gutachter hatten den Prozess, der am 23. Oktober 2017 begonnen hatte und bislang 101 Verhandlungstage umfasst, in die Länge gezogen. Aus Sicht des Verteidigers, Rechtsanwalt Christian Nordhausen, ist eine Verurteilung des Angeklagten ausgeschlossen, da die kriminaltechnischen Untersuchungen in mehrfacher Hinsicht mangelhaft seien. Details wollte der Anwalt nicht nennen.
Der Angeklagte befindet sich seit Juli 2019 auf freiem Fuß. Das Landgericht hatte ihn aus der U-Haft mit der Begründung entlassen, eine weitere Haft sei angesichts des Alters des Angeklagten und der Tatsache, dass ein kurzfristiger Abschluss des Prozesses nicht absehbar sei, unverhältnismäßig.
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