Touristen sammeln Berliner Müll
Berlin - Sie trugen Handschuhe, orangefarbene Westen und Müllsäcke: Touristen haben am Montag in Berlin als Teil einer Stadtführung Müll gesammelt. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls stand zunächst eine Tour in der Gedenkstätte an der Bernauer Straße auf dem Programm. Im Anschluss sammelten die Besucher Abfall im Mauerpark. Nach dem Putzen («Cleanup») wartete ein Picknick auf die Teilnehmer. Ähnliche Aktionen gab es bereits in Edinburgh, Barcelona, Amsterdam und Paris. Im sommerlich heißen Berlin waren laut der Veranstalter 75 Teilnehmer bei der Tour dabei.
Das Projekt ist in dieser Form neu: Es wurde erstmals gemeinsam von den Bezirksämtern Pankow und Mitte mit dem Anbieter von Stadtrundgängen «Sandemans New Berlin» veranstaltet. Wie in anderen Metropolen beschweren sich auch in der deutschen Hauptstadt manche Bewohner über die vielen Touristen.
Pankows Wirtschaftsstadträtin Rona Tietje sieht in dem Projekt die Möglichkeit, dass Einheimische und Besucher ins Gespräch kommen. «Unser Ziel ist es, für nachhaltigen Tourismus zu sensibilisieren», sagte sie. Die Tour ist kostenlos, im September sind noch zwei weitere Termine geplant.
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