Verband: Wiederanfahren von Kfz-Gewerbe notwendig
Das Kraftfahrzeuggewerbe in Berlin und Brandenburg sieht nach den coronabedingten Beschränkungen
Vetschau/Berlin - Das Kraftfahrzeuggewerbe in Berlin und Brandenburg sieht nach den coronabedingten Beschränkungen die nun geplante stufenweise Öffnung der Geschäfte vorsichtig optimistisch. «Das Wichtigste ist, dass die Autohäuser wieder arbeiten können», sagte der Präsident des Landesverbandes des Kfz-Gewerbes Berlin-Brandenburg, Hans-Peter Lange, der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse erst einmal sehen, wie die Kunden nach den vergangenen Wochen der Beschränkungen reagierten.
Lange beschrieb die Lage im Kfz-Gewerbe als prekär. Er habe jeden Tag Anrufe von Autohäusern erhalten, die um Beratung und Hilfe baten. Der Landesverband habe inzwischen eine Online-Beratung eingerichtet. Ein Wiederanfahren des stationären Handels, natürlich unter Berücksichtigung der hygienischen Vorschriften, sei dringend notwendig, sagte Lange. Die Corona-Krise sei für das Kraftfahrzeuggewerbe zum ungünstigsten Zeitpunkt gekommen, denn schon die Klimadebatte habe der Branche Einbußen beschert, schätzte der Präsident ein.
Zuvor hatten sich Bund und Länder auf neue Bestimmungen während der Corona-Krise geeinigt. Darin ermöglichen sie es dem Handel, Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Dies gelte auch «unabhängig von der Verkaufsfläche» für Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen.
Mit der Öffnung der Geschäfte des Kfz-Handels müssten auch die Zulassungsstellen ihre Arbeit so schnell wie möglich und unkompliziert wieder aufnehmen, betonte der Verbandspräsident. Lange Wartezeiten sollten vermieden werden. Da seien die Ämter in den Kommunen und Landkreisen gefordert.
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