Verwaltungsgericht: Zahl der Asylklagen mehr als halbiert
Berlin – Am deutschlandweit größten Verwaltungsgericht in Berlin ist die Zahl von Klagen und Eilanträgen gegen abgelehnte Asylbescheide deutlich gesunken. Im Vorjahr gingen 6449 entsprechende Anträge ein, während es 2017 noch 14 512 waren, heißt es in dem heute veröffentlichten Jahresbericht des Gerichts. Rund ein Drittel aller neu eingereichten Verfahren betraf 2018 das Asylrecht. «Dass beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weniger Asylanträge gestellt und entschieden wurden, hat sich auch bei uns ausgewirkt», sagte Sprecher Stephan Groscurth.
Mit Stand 31. Dezember 2018 waren laut Angaben 11 685 Asylverfahren noch nicht entschieden. Davon entfiel der größte Anteil auf Menschen aus Syrien (2310 Verfahren), Afghanistan (2272) und dem Irak (1593).
Insgesamt registrierte das Gericht 2018 genau 18 543 neue Verfahren. Es konnten mehr Fälle abgeschlossen werden (19 473) als neu eingingen. Es dauerte durchschnittlich knapp ein Jahr (11,7 Monate), bis eine Klage entschieden war. Insgesamt gibt es noch 20 191 offene Fälle am Verwaltungsgericht.
Verhandelt werden in diesem Jahr laut Gericht Super-Sonntagsöffnungen ebenso wie Werbeverbote für Online-Glücksspiele oder die Einsicht in Unterlagen der Bundesregierung.
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