Volle Wartezimmer und Ärztemangel - Arztpraxen unter Druck
Mit Beginn der Erkältungssaison sind die Wartezimmer in den Berliner Hausarztpraxen voll. Doch
Mit Beginn der Erkältungssaison sind die Wartezimmer in den Berliner Hausarztpraxen voll. Doch auch aus anderen Gründen stehen Ärztinnen und Ärzte unter Druck: Es gibt nicht genug von ihnen, um beim einzelnen Patienten ausreichend Zeit für eine hochwertige Versorgung zu haben, wie die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Berlin und Brandenburg, Doris Höpner, sagte. «Wir schaffen die Versorgung», sagte die Ärztin, doch viele arbeiteten über ihre Belastungsgrenze hinaus.
Einzelne Praxen berichteten davon, dass es kaum noch gelinge, Präventionsleistungen wie die Gesundheitsuntersuchung anzubieten, ergänzte Sandra Blumenthal, die ebenfalls Vorsitzende ist. «Für Gespräche oder wirkliche Beratung bleibt immer weniger Zeit.»
Die Ärzte seien verpflichtet, Notfälle zu versorgen und auch akute Anliegen würden meist drangenommen, sagte Höpner. Die meisten Praxen versuchten neu nach Berlin gezogene Menschen aufzunehmen. «Praxiswechsel werden in sehr vollen Praxen jedoch mitunter abgelehnt.»
Die Ärztinnen forderten, angekündigte Verbesserungen für einen Erhalt des Praxisnetzes dringend umzusetzen. Nach einem Gesetzentwurf sollen für Hausärzte Obergrenzen bei der Vergütung wegfallen.
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