Waldbrandgefahr steigt wieder: Kiefern brennen schnell
Eberswalde - In Brandenburg wurden seit Jahresbeginn nach Angaben des Agrarministeriums bereits mehr als 130 Waldbrände registriert. Besonders geschwächte Bäume würden schnell zum Opfer von Flammen, sagte der Waldökologe Jens Schröder von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Er forderte einen verstärkten Umbau der Wälder weg von Monokulturen.
71 Prozent der Bäume, die auf den 1,1 Millionen Hektar Waldflächen stehen, sind Kiefern. Die Bäume seien zwar genügsam und könnten Hitze und Trockenheit mehrere Jahre aushalten, so der Experte. Doch wenn lange Zeit Wasser fehle, seien die Bäume auch besonders anfällig für Schädlinge.
Pro Jahr werden etwa rund 1500 Hektar zu Mischwäldern umgebaut. 550 000 Hektar sind noch durch Kampfmittel im Boden belastet. 2018 war nach Ministeriumsangaben mit 512 Waldbränden auf 1674 Hektar ein außergewöhnliches Jahr.
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