Weltkriegs-Granate in Stahnsdorf gesprengt
In Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist am
Stahnsdorf - In Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist am Mittwochmittag eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt worden. «Es gab keine Sach- und Personenschäden», sagte Gemeinde-Sprecher Stephan Reitzig. Demnach wurde die etwa 11 Zentimeter große Flackgranate gegen 13.30 Uhr unschädlich gemacht. Für die Sprengung war ein Sperrkreis von 300 Metern eingerichtet worden. Etwa 650 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. In dem Sperrkreis befand sich auch eine Grundschule.
Die Flakgranate war den Angaben zufolge am vergangenen Freitag bei einer Routinesuche im Hinterhof eines Gebäudes gefunden worden. Nach Aussage des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnte sie aufgrund der Besonderheit ihres Zünders nicht abtransportiert werden und musste vor Ort gesprengt werden. Außer der Granate sei am selben Ort auch eine Panzerfaust aus Wehrmachtsbeständen gefunden worden. Diese sei bereits am vergangenen Freitag abtransportiert worden, hieß es.
In Brandenburg wurden im vergangenen Jahr 328 Tonnen Kampfmittel gefunden und vernichtet. Nach Angaben des Innenministeriums von Anfang Januar konnten bis Ende November 2021 rund 522 Hektar Land von Kampfmitteln befreit werden. Unter den 328 Tonnen befanden sich unter anderem 1500 Stück Nahkampfmittel, 180 Minen, 23 900 Granaten, 1100 Brandbomben, 1300 Sprengbomben über fünf Kilogramm sowie 4400 Panzerabwehrraketen und Raketen.
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