Weniger rassistisch motivierte Straftaten in Brandenburg
Potsdam - Die Zahl der Straftaten mit rassistischer Motivation ist in Brandenburg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das Innenministerium registrierte 71 Delikte, nachdem es 98 im ersten Halbjahr 2018 waren, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage aus der Linksfraktion im Landtag hervorgeht. Darunter waren in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zehn Fälle von Körperverletzungen, während es im Vorjahreszeitraum noch 13 Fälle waren. Den Großteil machten allerdings Propagandadelikte aus - ihre Zahl ging von 44 auf 39 zurück. Dazu zählt zum Beispiel die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Trotz des Rückgangs der Zahl der Verletzten darf nach Ansicht der Linke-Abgeordneten Andrea Johlige keine Entwarnung gegeben werden. Das seien noch immer zu viele, sagte sie am Sonntag. «Wir tun gut daran, weiter sehr genau zu beobachten, wie sich diese Deliktsbereiche entwickeln.» Zugleich müssten rassistisch motivierte Straftaten konsequent verfolgt und gesellschaftlich geächtet werden.
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